KVV/Peter Hennrich

regiomove

Als Mitglied der Innovationsallianz innBW und der Innovationsallianz TechnologieRegion Karlsruhe, treibt das FZI Forschung, Anwendung und Gründungen im Schwerpunkt Mobilität voran. Zwischen 2017 und 2021 forschte das FZI im Projekt regiomove an neuen hochintegrierten Mobilitätskonzepten. Gemeinsam mit Industriepartnern arbeitete das FZI daran, das bestehende Verkehrsangebot Karlsruhe mit dem des Umlandes zu vernetzen. Im Rahmen des Projektes entstand die App regiomove, die die Information, Buchung und Bezahlung von unterschiedlichen Mobilitätsangeboten (u. a. ÖPNV, Car- und Bikesharing, auch in Kombination) aus einer Hand ermöglicht. Die App integriert unterschiedliche Verkehrsmodale, wie Bahn, Leihfahrrad oder Carsharing in ein Netz, sodass auch intermodale Routen berechnet werden können.

Ein Schwerpunkt des FZI im Projekt regiomove war die Erforschung eines Präferenzdienstes, um ein Routingdienst in die Lage zu versetzen individuelle an Nutzerpräferenzen ausgerichtete Routen zu berechnen (regiomove – passgenaue Routingergebnisse durch Berücksichtigung von Kundenpräferenzen in Verkehr und Technik 02.20). Dafür analysiert der Dienst soziodemografische Faktoren, eigene Eingaben der Nutzer zu ihren persönlichen mobilitätsbezogenen Präferenzen sowie historische Daten und Nutzerinteraktionen. Die Ergebnisse dieser Analyse werden für die Kalibrierung der Parameter des Routingdienstes verwendet, wodurch die Personalisierung des Routings zustande kommt. Für die Kalibrierungszwecke wurde am FZI ein Tool entwickelt, das die bestmögliche Parametrisierung automatisch mittels heuristischen Approximationsverfahren erkennt. Ein weiterer Schwerpunkt bestand darin, die Qualität des Routingdienstes zu bewerten. Dafür werden Routen im Hinblick auf Nutzerpräferenzen bewertet. Für Qualitätstestzwecke wurde am FZI zusätzlich eine Anwendung entwickelt, die automatisiert Benchmarking Tests gegen gängige Routingdienst APIs wie Google Directions API durchführt.

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